Wissenschaftler nennen sie technisch Pulsar B1509–58, doch die Öffentlichkeit hat ihr einen Namen gegeben, der den ersten Eindruck viel treffender einfängt: die „Hand Gottes“.
Die neuesten Aufnahmen der NASA verstärken diesen Eindruck noch. Sie wurden aus Daten des australischen Radioteleskop-Netzwerks und des Röntgenobservatoriums Chandra zusammengesetzt und zeigen eine Struktur, die sich über rund 150 Lichtjahre erstreckt. Ein Raum so gewaltig, dass unser Sonnensystem dutzende Male darin Platz fände.
Im Zentrum dieser „Hand“ liegt ein Objekt, das selbst ein Rätsel ist. Der Pulsar – ein Neutronenstern mit einem Durchmesser von nur 19 Kilometern – entstand beim Kollaps eines massereichen Sterns im Moment einer Supernova-Explosion. Obwohl er ein Überrest des Sternentods ist, rotiert er fast siebenmal pro Sekunde und erzeugt ein Magnetfeld, das zu den stärksten der gesamten Galaxie zählt – so stark, dass es Ströme geladener Teilchen in genau definierte Bahnen lenkt.
Diese Teilchen, auf extreme Geschwindigkeiten beschleunigt, prallen in den umgebenden Raum und formen eine ausgedehnte Nebelstruktur, bekannt als MSH 15–52. Hier schreibt sich die Energie des Pulsars regelrecht in den Raum: sie krümmt Materie, zerreißt Gaswolken und erzeugt lange, gebogene Strukturen, die aus der Ferne wie ausgestreckte Finger wirken, die ins Nichts greifen.
Jede neue Datenkombination enthüllt weitere Details darüber, wie Pulsare ihre Umgebung formen – und zeigt zugleich, wie wenig wir über diese extremen Prozesse im tiefen All wirklich wissen.
Die neuen Aufnahmen beleuchten zudem das Gebiet RCW 89, den Überrest des Kerns einer uralten Supernova, wo sich diese Vorgänge besonders deutlich zeigen. Röntgen-, Radio- und optische Emissionen vermischen sich dort zu einem chaotischen, aber dennoch seltsam geordneten Mosaik. Ein Ort, an dem die Vergangenheit der Explosion auf die fortwährende Gegenwart des Pulsars trifft – als würde der Kosmos noch immer eine tausende Jahre alte Katastrophe verarbeiten.
Und genau hier taucht die Frage auf, die viele im Stillen stellen: Warum schafft das Universum, beherrscht von blinden, materiellen Gesetzen, so häufig Formen, die in uns etwas auslösen? Formen, die an Körper oder Gesichter erinnern – wie jene seltsamen Strukturen, die man auf dem Mars auch heute noch erkennen kann.
Und obwohl wir wissen, dass es das Ergebnis extremer Physik ist, weckt der Anblick der „Hand Gottes“ in uns das Gefühl, dass das Universum in einer Bildersprache spricht – einer Sprache, die wir alle verstehe.
Hand Gottes, die sich 150 Lichtjahre durch die Dunkelheit erstreckt
Die neuesten Aufnahmen der NASA verstärken diesen Eindruck noch. Sie wurden aus Daten des australischen Radioteleskop-Netzwerks und des Röntgenobservatoriums Chandra zusammengesetzt und zeigen eine Struktur, die sich über rund 150 Lichtjahre erstreckt. Ein Raum so gewaltig, dass unser Sonnensystem dutzende Male darin Platz fände.
Im Zentrum dieser „Hand“ liegt ein Objekt, das selbst ein Rätsel ist. Der Pulsar – ein Neutronenstern mit einem Durchmesser von nur 19 Kilometern – entstand beim Kollaps eines massereichen Sterns im Moment einer Supernova-Explosion. Obwohl er ein Überrest des Sternentods ist, rotiert er fast siebenmal pro Sekunde und erzeugt ein Magnetfeld, das zu den stärksten der gesamten Galaxie zählt – so stark, dass es Ströme geladener Teilchen in genau definierte Bahnen lenkt.
Diese Teilchen, auf extreme Geschwindigkeiten beschleunigt, prallen in den umgebenden Raum und formen eine ausgedehnte Nebelstruktur, bekannt als MSH 15–52. Hier schreibt sich die Energie des Pulsars regelrecht in den Raum: sie krümmt Materie, zerreißt Gaswolken und erzeugt lange, gebogene Strukturen, die aus der Ferne wie ausgestreckte Finger wirken, die ins Nichts greifen.
Dieses Objekt hört nicht auf, uns zu überraschen
Jede neue Datenkombination enthüllt weitere Details darüber, wie Pulsare ihre Umgebung formen – und zeigt zugleich, wie wenig wir über diese extremen Prozesse im tiefen All wirklich wissen.
Die neuen Aufnahmen beleuchten zudem das Gebiet RCW 89, den Überrest des Kerns einer uralten Supernova, wo sich diese Vorgänge besonders deutlich zeigen. Röntgen-, Radio- und optische Emissionen vermischen sich dort zu einem chaotischen, aber dennoch seltsam geordneten Mosaik. Ein Ort, an dem die Vergangenheit der Explosion auf die fortwährende Gegenwart des Pulsars trifft – als würde der Kosmos noch immer eine tausende Jahre alte Katastrophe verarbeiten.
Und genau hier taucht die Frage auf, die viele im Stillen stellen: Warum schafft das Universum, beherrscht von blinden, materiellen Gesetzen, so häufig Formen, die in uns etwas auslösen? Formen, die an Körper oder Gesichter erinnern – wie jene seltsamen Strukturen, die man auf dem Mars auch heute noch erkennen kann.
Und obwohl wir wissen, dass es das Ergebnis extremer Physik ist, weckt der Anblick der „Hand Gottes“ in uns das Gefühl, dass das Universum in einer Bildersprache spricht – einer Sprache, die wir alle verstehe.

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