Kaiser Julian und das mysteriöse Scheitern des Wiederaufbaus des Jerusalemer Tempels

Kaiser Julian und der Versuch, den Jerusalemer Tempel wieder aufzubauen

Emperor Julian, der von 361 bis 363 n. Chr. über das Römische Reich herrschte, ist bekannt für seinen Versuch, die heidnischen Religionen wiederzubeleben und den Einfluss des Christentums zu begrenzen. 

Eines seiner ehrgeizigsten Projekte war der Wiederaufbau des jüdischen Tempels in Jerusalem.

Im Jahr 362 n. Chr. ordnete Julian offiziell den Wiederaufbau des Tempels an und stellte staatliche Mittel bereit. 

Jerusalem Tempel Gelände
Present View of the Former Jerusalem Temple Grounds (Getty Images via Unsplash Plus)


Warum unternahm Julian diesen Versuch?

Der Zweite Tempel wurde im Jahr 64 n. Chr. fertiggestellt und 70 n. Chr. von den Römern während des Ersten Jüdisch-Römischen Krieges zerstört. 

Julian wollte den Tempel wiederaufbauen, da er glaubte, dass dessen Wiederherstellung eine Herausforderung für christliche Prophezeiungen darstellen würde.

"Jesus verließ den Tempel und sagte: Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben." (Matthäus 24:1–2)

Im Jahr 362 n. Chr. begann der Bau offiziell mit staatlicher Unterstützung.


Das gescheiterte Bauprojekt im Jahr 363 n. Chr.

Der Architekt Alypius von Antiochia leitete den Bau. Laut dem Historiker Ammianus Marcellinus kam es jedoch zu ungewöhnlichen Ereignissen.

Immer wieder brachen plötzlich Feuer aus dem Boden aus, und Arbeiter wurden durch mysteriöse Flammen verletzt. Die Arbeiten mussten schließlich aufgegeben werden.

Julian erwog, nach seiner Ankunft in Jerusalem mit großem Aufwand den stolzen Tempel wieder aufzubauen, und übertrug diese Aufgabe Alypius von Antiochia. Alypius ging die Arbeit energisch an und wurde dabei auch vom Statthalter der Provinz unterstützt; doch als in der Nähe der Fundamente schreckliche Feuerkugeln explodierten und die Angriffe sich fortsetzten, konnten sich die Arbeiter nach wiederholten Verbrennungen nicht mehr nähern, sodass das Vorhaben aufgegeben wurde.


— Ammianus Marcellinus, *Römische Geschichte*, Buch 23, Kapitel 1

Baustelle Feuer Ereignis
Arbeiter wurden durch Feuerbälle unbekannter Herkunft bedroht


Weitere Entwicklung

Nach dem Tod Julians im Jahr 363 n. Chr. wurde das Projekt endgültig aufgegeben.

Später wurde das Gelände im 7. Jahrhundert nach der islamischen Eroberung Jerusalems mit dem Felsendom bebaut.

Dome of the Rock
Felsendom (Dome of the Rock)


Mögliche natürliche Erklärungen

Einige Historiker vermuten, dass die beschriebenen Ereignisse natürliche Ursachen hatten.

Erdbeben oder austretende Gase aus dem Untergrund könnten Brände ausgelöst haben, die den Bau verhinderten.

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